Warum Schreiben?
Als Schüler haben mich fremde Zeichen einer fremden Sprache fasziniert. Vor allem, wenn sie tiefere Geheimnisse versprachen. Als Student und Journalist habe ich denn gelernt, dass Sprache das eigene Denken formt, zum Ausdruck bringt und zugleich Wirklichkeit ausbildet.
Daher bin ich in den letzten Jahren immer vorsichtiger geworden mit dem, was ich sage und schreibe. Denn wer begreift, dass sein tägliches Leben ebenfalls immer ein weißes Blatt Papier ist, das mit den eigenen Worten gefüllt wird, ist behutsam bei der Wahl der eigenen Sentenzen.
Wirklich bewusst geworden ist mir das bei unserem Anthologieprojekt "Projekt Windstille": ein persönliches Herantatsten an das Ausformulieren von Kritik an gesellschaftlichem Gedankengut.