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Jetzt!

Es hat drei Wochen gedauert.
Meine Tochter hat ganze Arbeit geleistet.
Geschrieen, gewimmert.
Resultat: Totale Konzentration auf Madame Coco.
Heute schien die Sonne.
Wir lagen auf einer Decke im Park an der Spree.
Um uns herum saßen alle auf Bänke und schauten uns scheel an.
Es war mir: Egal.
Die Kleine wuselte im Dreck. Lud alles auf meinem Kopf ab.
Egal.
Dann krabbelte sie weg.
Egal.
Kam wieder.
Setzte sich auf meinen Rücken.
Legte sich hin.
Streichelte meinen Kopf: „Ei.“ (Niemand hat ihr das beigebracht!)
Legte Wange an Wange.
Lächelte mich an. Und schaute dann in den Himmel.
Wie eine Große.
Da machte es: Peng.
Leise. Ganz leise.
Mein Vorhang riss. Die Fruchtblase.
Und ich lag auf der Wiese in der Sonne.
Zum allerersten Mal seit Jahrzehnten.
Darauf hatte ich seit wie lange auch immer gewartet.
Und ich war frei.

Dann krabbelte meine Tochter zum PinkTank und holte ihr vorzeitiges Ostergeschenkl raus.
Die Soundmachine mit Sci-Fi-Tones. Selbstausgesucht in der me – Galerie, Auguststraße.
Und drückte auf den Communicator-Knopf.

Verbindung: Aufgebaut.
Es geht los.

Foto (c) Sound-Machine. Quelle: http://www.totally-funky.co.uk/prod3396/sound-machine—sci-fi-special